Pflanzen bilden Stoffe, die es in dieser Form nirgends sonst gibt – Bitterstoffe, Farbstoffe, Gerbstoffe. Hier stehen zwölf davon als standardisierte Extrakte, bei denen der wirksame Anteil ausgewiesen ist.
Vitamine und Mineralstoffe sind Nährstoffe: Der Körper braucht sie, sonst funktioniert etwas nicht. Pflanzenstoffe sind etwas anderes. Sie sind nicht lebensnotwendig, sondern das, was eine Pflanze zum eigenen Schutz herstellt – gegen Fraßfeinde, UV-Licht, Oxidation. Viele dieser Stoffe stehen seit Jahrhunderten in der Küche und in der Naturkunde, lange bevor jemand sie chemisch benennen konnte.
Rechtlich sind sie ein eigener Fall: Die EU-Bewertung pflanzlicher Aussagen läuft seit Jahren und ist bis heute nicht abgeschlossen. Für die meisten Pflanzenstoffe gibt es deshalb keine zugelassene Wirkaussage – auch dann nicht, wenn die Pflanze eine lange Tradition hat. Wir beschreiben sie darum so, wie es zulässig ist: Herkunft, Gehalt, Tradition. Was daraus folgt, entscheidest du selbst.
Ein Pflanzenextrakt ist nur so gut wie seine Standardisierung. „500 mg Ashwagandha" sagt wenig – entscheidend ist, wie viel Withanolide darin stecken. Bei uns steht dieser Wert immer dabei:
Der zweite Punkt ist die Aufnahme. Curcuminoide sind fettlöslich und werden im Darm schlecht resorbiert – deshalb steht im Curcuma-C3 Plus schwarzer Pfeffer mit 2 mg Piperin daneben. Astaxanthin sitzt aus demselben Grund in einer Softgelkapsel mit MCT-Öl.
Ashwagandha Kapseln liefern 500 mg Wurzelextrakt mit 25 mg Withanoliden, den namensgebenden Inhaltsstoffen der Pflanze. Withania somnifera zählt im indischen Ayurveda zu den Rasayana-Pflanzen und wird dort seit Jahrhunderten verwendet. Wichtig: nicht während Schwangerschaft und Stillzeit und nicht für Kinder; bei Schilddrüsen- oder Autoimmunerkrankungen und laufender Medikation vorher ärztlich abklären.
Stress Protect bündelt sieben standardisierte Extrakte: Ashwagandha als KSM-66® mit 15 mg Withanoliden, die beiden Vitalpilze Cordyceps sinensis und Hericium erinaceus mit je 300 mg, Rosenwurz mit 6 mg Rosavinen, Johanniskraut und Passionsblume mit je 200 mg sowie Grüntee-Extrakt mit 50 mg EGCG. Dazu kommen vier B-Vitamine – B1, B6, B9 und B12 –, die zur normalen Funktion des Nervensystems und zur psychischen Funktion beitragen.
Curcuma-C3 Plus kombiniert drei Pflanzen: Curcuma-Extrakt als Curcumin-C3-Complex®, den am besten untersuchten Curcuma-Rohstoff, mit 220 mg Curcuminoiden; Weihrauch-Extrakt mit 200 mg Boswelliasäuren; und schwarzen Pfeffer mit 2 mg Piperin für die Aufnahme. Dazu 500 mg L-Glutamin, die Aminosäure, die die Darmschleimhaut als bevorzugten Brennstoff nutzt.
OPC – Traubenkernextrakt liefert 760 mg Extrakt mit 400 mg oligomeren Proanthocyanidinen. OPC gehört zu den Polyphenolen und steckt natürlicherweise in Traubenkernen, Kiefernrinde und Apfelschalen – also in den Teilen, die beim Essen meist übrig bleiben.
Astaxanthin ist der Stoff, der Lachs, Garnelen und Flamingos ihre Farbe gibt. Er stammt ursprünglich aus der Mikroalge Haematococcus pluvialis, die ihn bildet, wenn sie unter Stress gerät. Unsere Kapseln liefern 8 mg je Tagesdosis in MCT-Öl, dazu 3,6 mg Vitamin E, das zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress beiträgt.
Bitterstark ist ein Kräuterauszug aus 21 Pflanzen: Enzianwurzel, Tausendgüldenkraut, Wermutkraut, Angelikawurzel, Löwenzahn, Bitterorangenschalen, Zimtrinde, Kardamom, Anis, Fenchel, Safran und weitere. Bitterstoffe sind aus der modernen Küche weitgehend verschwunden – Salate und Gemüsesorten wurden über Jahrzehnte gezielt milder gezüchtet.
Grapefruitkernextrakt liefert 300 mg Grapefruit-Extrakt je Tagesdosis in pflanzlichem Glycerin. Die Angabe „60 % : 40 %" auf dem Etikett bezeichnet das Verhältnis von Glycerin zu Extrakt. Das Verfahren geht auf den Physiker Jacob Harich zurück, der in den 1980er-Jahren begann, die Kerne der Grapefruit zu untersuchen.
ColoVita bringt sechs traditionelle Kräuterextrakte zusammen: 900 mg Beifuß, 550 mg schwarze Walnussschale, 400 mg Neemblatt, 400 mg Gewürznelke, 350 mg Oregano und 120 mg Koriandersamen. Alle sechs haben in der europäischen und indischen Kräuterkunde eine lange Geschichte.
HepaVita Plus verbindet Pflanzenextrakte mit körpereigenen Substanzen: 400 mg Artischocke mit 20 mg Cynarin, 340 mg Mariendistel mit 272 mg Silymarin, 240 mg Löwenzahnwurzel, dazu 600 mg N-Acetyl-L-Cystein als Vorstufe von Glutathion, 240 mg R-Alpha-Liponsäure, 200 mg Inositol, 150 mg Lecithin und 80 mg Cholin. Cholin trägt zu einem normalen Homocystein-Stoffwechsel und zur Erhaltung einer normalen Leberfunktion bei.
Chlorophyll Tropfen liefern 160 mg Chlorophyllin aus Alfalfa je Tagesdosis, gelöst in Glycerin und Wasser. Chlorophyll ist der Stoff, mit dem Pflanzen Sonnenlicht in Energie umwandeln – strukturell dem Hämoglobin des Blutes auffallend ähnlich, nur mit Magnesium statt Eisen im Zentrum.
Wilde Yamswurzel Kapseln liefern 830 mg Extrakt mit 166 mg Diosgenin. Dioscorea villosa stammt aus Nordamerika und wird dort traditionell verwendet; Diosgenin ist der Pflanzenstoff, der die Wurzel überhaupt erst interessant gemacht hat.
Die Acerola-Kapseln sind der Sonderfall in dieser Kategorie: 840 mg Fruchtextrakt mit 210 mg natürlichem Vitamin C, das zur normalen Funktion des Immunsystems beiträgt und hilft, Müdigkeit zu verringern. Die Acerolakirsche gehört zu den vitamin-C-reichsten Früchten überhaupt.
Weil wir nicht dürfen. Die EU-Kommission hat die Bewertung pflanzlicher Gesundheitsaussagen vor Jahren ausgesetzt; bis zum Abschluss sind für die meisten Pflanzen keine Wirkaussagen zugelassen – unabhängig davon, wie gut die Studienlage ist. Wir nennen deshalb Herkunft, Gehalt und Tradition und verzichten auf Versprechen.
Dass nicht nur die Menge des Extrakts feststeht, sondern auch der Gehalt des maßgeblichen Inhaltsstoffs. Ein Curcuma-Extrakt kann zwischen wenigen und über 90 Prozent Curcuminoide enthalten – ohne Standardisierung weiß niemand, was in der Kapsel ist. Bei jedem Produkt dieser Kategorie steht der Wert in der Nährwerttabelle.
Ja, die drei bilden das Leber-/Darmreinigungs-Paket nach Dr. Hinterdorfer, das über mehrere Wochen läuft. Als Einzelprodukte lassen sie sich genauso verwenden; das Paket ist nur der abgestimmte Ablauf.
Die Pflanzenstoffe überschneiden sich untereinander kaum. Zwei Hinweise: Wer OPC einzeln nimmt, findet es auch in Poly C + Zink und in Bella Vita wieder – eines davon genügt. Und Ashwagandha steckt sowohl in den Ashwagandha Kapseln als auch in Stress Protect; beides nebeneinander doppelt die Withanolide.
Das hängt vom Ziel ab: Bitterstark, wenn es um das Essen geht; ColoVita und HepaVita, wenn Darm und Leber das Thema sind; Curcuma-C3 Plus und OPC als breit wirkende Pflanzenstoffe; Ashwagandha in fordernden Phasen. Eine Grundversorgung wie bei Vitaminen gibt es hier nicht – Pflanzenstoffe sind gezielte Ergänzungen.