Nattokinase ist ein Enzym, das bei der Fermentation der traditionellen japanischen Speise Natto entsteht – aus gekochten Sojabohnen und dem Bakterium Bacillus subtilis. Hier erfährst du, was Nattokinase genau ist, woher sie kommt, was ein Enzym überhaupt ausmacht und woran du ein hochwertiges Präparat erkennst.
Inhaltsverzeichnis
Was Nattokinase eigentlich ist
Der Name klingt kompliziert, die Herkunft ist es nicht: Nattokinase ist ein Enzym, das seinen Namen dem Lebensmittel verdankt, in dem es zuerst entdeckt wurde – dem japanischen Natto. Die Endung „-ase“ verrät dabei schon die Zugehörigkeit, denn so enden in der Fachsprache fast alle Enzyme.
Entdeckt wurde die Nattokinase in den 1980er-Jahren von einem japanischen Forscher, der die fermentierten Sojabohnen genauer untersuchte. Seither ist sie Gegenstand intensiver wissenschaftlicher Beschäftigung und gehört zu den bekanntesten Enzymen, die aus einem Lebensmittel gewonnen werden.
Natto: das japanische Vorbild
Um Nattokinase zu verstehen, lohnt ein Blick auf Natto selbst. Das ist eine traditionelle japanische Speise aus fermentierten Sojabohnen, die in Japan seit Jahrhunderten regelmäßig auf dem Frühstückstisch steht. Charakteristisch sind der kräftige Geschmack und die zähen Fäden, die Natto beim Umrühren zieht.
Hergestellt wird Natto, indem gekochte Sojabohnen mit dem Bakterium Bacillus subtilis in Kontakt kommen und über einige Zeit reifen. Genau während dieser Fermentation bildet das Bakterium jenes Enzym, das wir heute als Nattokinase kennen. Das Traditionsgericht war also das Vorbild, an dem sich moderne Präparate orientieren.
Was ein Enzym überhaupt ausmacht
Enzyme sind Eiweiße mit einer sehr genauen räumlichen Form. Man kann sie sich als biologische Werkzeuge vorstellen: Sie besitzen eine Art Aussparung, in die nur ein ganz bestimmter Baustein passt – ungefähr so, wie ein Schlüssel in genau ein Schloss passt.
Das Besondere daran ist, dass das Enzym bei diesem Vorgang selbst nicht verbraucht wird. Es macht seine Arbeit und steht danach wieder zur Verfügung. Nattokinase ist ein solches Enzym – ein Eiweiß mit einer ganz eigenen Struktur, die im Labor gut beschrieben ist.

Warum man Nattokinase in FU misst
Bei den meisten Nahrungsergänzungsmitteln steht die Menge in Milligramm auf der Packung. Bei Enzymen greift diese Angabe zu kurz. Denn was zählt, ist nicht allein das Gewicht, sondern die Aktivität – also wie „arbeitsfähig“ das Enzym ist. Dafür gibt es eine eigene Einheit: FU, kurz für Fibrinolytic Units, die international übliche Maßeinheit für die Aktivität von Nattokinase.
Das hat eine praktische Folge: Zwei Präparate mit derselben Milligramm-Zahl können sich in ihren FU deutlich unterscheiden. Unsere Valeo Vita Nattokinase Kapseln geben deshalb beides an – 2.000 FU, was 100 mg pro Kapsel entspricht. So kannst du wirklich vergleichen, statt dich auf eine halbe Angabe zu verlassen.

Wie hochwertige Nattokinase entsteht
Der Weg vom Feld zur Kapsel folgt dem natürlichen Vorbild. Am Anfang stehen gentechnikfreie Sojabohnen. Diese werden mit Bacillus subtilis schonend fermentiert – genau der Prozess, der auch beim traditionellen Natto abläuft. Anschließend wird das Enzym schonend gewonnen und getrocknet, damit seine Aktivität erhalten bleibt.
Zwei Details machen bei der Qualität den Unterschied. Zum einen wird das Endprodukt von Vitamin K2 und Soja-Bestandteilen gereinigt, was das Präparat klar definiert hält. Zum anderen ist es dadurch rein pflanzlich und vegan – anders als das Ursprungsgericht muss man dafür also kein Natto essen. Hergestellt wird unsere Nattokinase in Deutschland, ergänzt um Bio-Leinsamenmehl als natürlichen Träger.

Nattokinase und die Ernährung
Die natürlichste Quelle für Nattokinase ist und bleibt Natto selbst. In Japan gehört die fermentierte Sojaspeise für viele zum Alltag. Außerhalb Japans ist sie allerdings selten zu bekommen, und der intensive Geschmack ist nicht jedermanns Sache.
Wer den Weg über das Original nicht gehen möchte, findet in standardisierten Kapseln eine praktische Alternative mit klar definierter FU-Angabe. In beiden Fällen bleibt das Prinzip dasselbe: Das Enzym stammt aus der Fermentation von Sojabohnen – einmal als Gericht, einmal als konzentriertes Präparat.
Häufige Fragen
Wie nimmt man Nattokinase-Kapseln ein?
Die Kapseln werden unzerkaut mit ausreichend Wasser geschluckt. Die vorgesehene Menge steht auf der Packung; für höhere Mengen ist die Absprache mit Arzt oder Apotheke der bessere Weg.
Wann ist der beste Zeitpunkt für die Einnahme?
Einen fest vorgeschriebenen Zeitpunkt gibt es nicht. Viele nehmen Enzym-Präparate mit etwas Abstand zu einer Mahlzeit; wähle den Rhythmus, den du im Alltag am zuverlässigsten einhältst.
Ist Nattokinase von Valeo Vita vegan?
Ja. Sie wird aus fermentierten, gentechnikfreien Sojabohnen gewonnen, ist rein pflanzlich und kommt ohne tierische Bestandteile aus.
Enthält das Präparat Soja und Vitamin K2?
Das Endprodukt wird von Soja-Bestandteilen und Vitamin K2 gereinigt. So bleibt der Inhalt klar definiert.
Was bedeutet die Angabe in FU?
FU steht für Fibrinolytic Units und ist die international übliche Einheit für die Aktivität von Nattokinase. Unsere Kapseln enthalten 2.000 FU, was 100 mg pro Kapsel entspricht.
Eignet sich Nattokinase für eine längere Einnahme?
Ob du sie über einen kürzeren oder längeren Zeitraum nutzt, bleibt dir überlassen. Den Rahmen gibt die Packungsangabe vor; wer darüber hinausgehen möchte, hält vorab Rücksprache mit Arzt oder Apotheke.
Wie lagere ich die Kapseln?
Trocken, verschlossen und vor Wärme sowie direkter Sonne geschützt. Ein normaler Vorratsschrank reicht völlig aus.
Sollte ich vor der Einnahme Rücksprache halten?
In Schwangerschaft und Stillzeit, bei Kindern, bestehenden Erkrankungen, vor Operationen oder wenn du Medikamente einnimmst, solltest du die Einnahme vorab ärztlich oder in der Apotheke abklären.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Für Nattokinase sind derzeit keine gesundheitsbezogenen Angaben (Health Claims) nach EU-Recht zugelassen. Stand: Juli 2026.