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Zitronenmelisse

Die nach Zitrone duftende Verwandte von Minze und Salbei ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die bis zu 30 Jahre alt werden und Wuchshöhen von bis zu 90 cm erreichen kann. Die Nektar-führenden Blüten blühen von Juni bis August und werden vorwiegend von der Honigbiene (Apis mellifera) bestäubt. Diesem Vorgang verdankt die Pflanze ihren Namen („melissa=honigsüß“), denn sie ist eine bekannte Bienenfutterpflanze, die von Imkern gern in Stocknähe gepflanzt wird. Die ätherischen, extrem flüchtigen Öle der Zitronenmelisse machen sie so kostbar, wobei 1 g von einem reinen Melissenöl den Preis von 1 g Gold weit übersteigt. Die Zitronenmelisse wurde ursprünglich bei Frauenleiden aller Art eingesetzt, weswegen sie in manchen Gegenden immer noch als Muttertee bekannt ist. Es folgt ein schöner Spruch, der die Einsatzgebiete der Melisse gut beschreibt: „Wie ein sanftes Ruhekissen wirkt der Tee, stärket Nerven, Herz und Magen, hilft bei vielen Frauenplagen. Fördert auch den Schlaf ganz herrlich, kurzum macht sich unentbehrlich!“


Vorkommen:

Die Zitronenmelisse ist im östlichen Mittelmeerraum und in Westasien beheimatet, wird jedoch weltweit kultiviert und kommt verwildert in Mitteleuropa vor. Sie bevorzugt warme, trockene und nährstoffreiche Standorte.


Inhaltsstoffe:

Bei korrektem Ernten können die Melissenblätter 0,2-0,8 % ätherisches Öl enthalten (Citral, Linalool, Caryophyllen). Weiters sind Flavonoide (Isoquercitrin), 4 % Gerbstoffe (Rosmarinsäure, Kaffeesäure), Ursolsäure, Phenylcarbonsäuren und Bitterstoffe enthalten.

Verwendung: Blatt

  • Frische Blätter zum Verzehr
  • Fieberblasensalben sind im Handel als Fertigpräparate erhältlich
  • Flüssigextrakte in glycerinhaltiger oder alkoholischer Lösung
  • Trockenextrakte für die Herstellung von Kapseln
  • Äußerliche Anwendung: die Teezubereitung kann als Badezusatz bei Akne oder fettiger Haut verwendet werden. Bei Wunden und Ekzemen kann der Teeauszug auch als Umschlag verwendet werden.
  • Tee: 1 TL der getrockneten Blätter mit ca. 250 ml heißem Wasser übergießen und zugedeckt 10 min ziehen lassen. Der Tee kann auch mit frischen Blättern zubereitet und bis zu 5-mal täglich getrunken werden.

Dosierung:

Angaben zur Dosierung von Flüssigextrakten oder Trockenextrakt-Kapseln gestalten sich sehr schwer, da die Dosierung vom jeweiligen Extrakt und der Erkrankung abhängt. Pflanzliche Extrakte sind untereinander nicht vergleichbar, da die Inhaltsstoffe von Pflanze zu Pflanze stark variieren können. Im Handel sind Kapseln erhältlich, deren Einnahme mit 250-1200 mg täglich empfohlen wird. Mischungen für Einschlafhilfen beinhalten meist Kombinationen mit anderen Pflanzen wie beispielsweise dem Baldrian, der Kamille, dem Hopfen und der Passionsblume. Die Zitronenmelisse wird auch gern mit der Aminosäure L-Tryptophan, dem 5-Hydroxytryptophan oder dem Melatonin für Ein- und Durchschlaf Probleme sowie depressive Verstimmungen im Handel angeboten. Präparate mit Flüssigextrakten sind schwer bis kaum standardisierbar. Es ist jedenfalls ratsam, einen erfahrenen Heilpraktiker aufzusuchen, um in einen wirksamen Dosierungsbereich zu kommen.


Therapeutische Grundfunktionen:

  • Antimikrobiell
  • Beruhigend
  • Entblähend
  • Entspannend
  • Gedächtnisstärkend
  • Konzentrationssteigernd
  • Krampflösend (auf die glatte Muskulatur in Magen-Darm -und Harnwegstrakt)
  • Stresslösend
  • Virustatisch bei Herpes simplex labialis (=Lippenherpes)

Therapeutische und präventive Einsatzgebiete:

  • Angststörungen
  • Depressive Verstimmung
  • Einschlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen (z.B. bei Alzheimer, ADHS)
  • Krampfartige Harnwegsinfektionen
  • Krampfartige Menstruationsbeschwerden
  • Lippenherpes (äußerlich)
  • Nervöse Herzbeschwerden
  • Nervöse Magen-Darm-Beschwerden
  • Nervosität, Unruhe, Anspannung

Studienanalysen

Einschlafstörungen und Rastlosigkeit bei Kindern:

In einer offenen, multizentrischen Studie (in mehreren Kliniken gleichzeitig vollzogen) wurde an 918 Kindern unter 12 Jahren, die an Schlaflosigkeit und Ruhelosigkeit litten, die Wirkung eines kombinierten Baldrian-/Zitronenmelissen-Präparats untersucht. Überzeugende und nebenwirkungsfreie Ergebnisse wurden sowohl von den Kindern, als auch von Eltern und Forschern beobachtet. Bei rund 81 % der Patienten veränderten sich die Einschlafprobleme von „gravierend“ zu „mild bis abwesend“. 71 % beschrieben eine klare Verbesserung der Ruhelosigkeit [1].

Einschlafstörung und Angststörung:

In einer prospektiven, 15-tägigen Pilotstudie an 20 Patienten mit einer Angststörung, sowie nervös bedingter Einschlafstörung, wurde die Wirksamkeit eines standardisierten Zitronenmelissenblattextrakts untersucht. 19 von 20 Probanden reagierten mit einer signifikanten Verbesserung der Symptome auf die Einnahme des Extrakts. 70 % (=14/20) erreichten einen vollständigen Rückgang der Ängstlichkeit, bei 85 % (=17/20) verschwand die Schlaflosigkeit und 14 von 20 Patienten berichteten von einem Verschwinden beider Symptome [2].

Die Zitronenmelisse scheint ihre angstlösenden, stimmungsmodulierenden Effekte vor allem über die Rosmarinsäure und Ursolsäure zu entfalten. Diese Inhaltsstoffe wirken hemmend auf das Enzym gamma-Aminobuttersäure-Transaminase (GABA-T).

Das Enzym GABA-T ist für den Abbau der gamma-Aminobuttersäure (GABA) zuständig. GABA ist ein wichtiger Botenstoff, der an seine weit verbreiteten GABA-Rezeptoren im gesamten Zentralnervensystem andocken kann. Wenn die Aminosäure GABA an diese Rezeptoren bindet, kommt es zu einer Erregungshemmung. Nerven werden schwieriger erregbar, was einen angstlösenden Effekt nach sich zieht. Die Zitronenmelisse hemmt also das Enzym, das GABA abbaut, weshalb der GABA-Spiegel im Gehirn erhöht ist und die Nervenerregung herabgesetzt wird. Dieser angstlösende Mechanismus der Zitronenmelisse wurde in vivo mehrfach bestätigt, unter anderem auch in Rattengehirnen [3,4]. GABA ist der wichtigste beruhigende Botenstoff im Zentralnervensystem. Die Modulierung des Enzyms GABA-T, welches GABA abbaut, spielt eine Schlüsselrolle in der Therapie von Epilepsie, Angststörungen und neurologischen Krankheiten.

Herzklopfen und herzschützende Effekte:

In einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Studie wurden 71 Patienten mit Herzklopfen und Herzstolpern 14 Tage lang je zweimal täglich mit 500 mg eines Zitronenmelissenblattextrakts oder mit Placebo behandelt. Ergebnisse zeigten verglichen zur Placebogruppe eine signifikante Reduzierung der Herzsymptome sowie der Ängstlichkeit. Nebenwirkungen konnten keine beobachtet werden [5].

In einer in vivo Studie wurde die herzschützende Wirkung eines Zitronenmelissenblattextrakts in Ratten mit einer Ischämie untersucht. Eine Ischämie bezeichnet eine mangelnde Durchblutung des Herzmuskels, die zu einem Herzinfarkt führen kann. Bestimmte Biomarker und Herzparameter wurden für die Überprüfung der Wirksamkeit herangezogen. Die Resultate bestätigten die herzschützende Wirkung der Zitronenmelisse: es konnten Ischämie-bedingte Herzrhythmusstörungen sowie Reperfusionsschäden reduziert werden [6]. Ein Reperfusionsschaden bezeichnet einen Krankheitsprozess, bei dem die wiederhergestellte Durchblutung eines Organs nach andauernder Minderdurchblutung (=Ischämie) einen Schaden am Organ verrichtet. Sprich, die erneute wieder einsetzende Durchblutung kann zu zusätzlichen Schäden führen. Der herzschützende Effekt der Zitronenmelisse bezogen auf genannten Reperfusionsschaden konnte in einer weiteren Studie an insgesamt 42 Ratten beobachtet werden [7].

Depressive Verstimmung:

In einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Studie wurden 80 depressive, angstgestörte Patienten mit stabiler Angina pectoris (=koronare Herzkrankheit, die unter Belastung symptomatisch wird) in zwei Gruppen unterteilt. 8 Wochen lang erhielt eine Gruppe 3 g eines Zitronenmelissenblattextrakts oder ein Placebo. Die Resultate ergaben verglichen zur Placebogruppe eine signifikante Senkung von Depression, Ängstlichkeit und Schlafproblemen [8].

In einer weiteren 8-wöchigen doppelblinden, randomisierten Studie an 45 Erwachsenen wurden die antidepressiven Wirkungen von Zitronenmelisse mit Lavendel und Fluoxetin (=antidepressives, stark wirksames Medikament) verglichen. Hierfür wurden die Probanden in 3 Gruppen unterteilt und erhielten je eine der genannten Substanzen. Die Studie ergab, dass die Zitronenmelisse und der Lavendel gleiche antidepressive Effekte hervorriefen wie das Medikament Fluoxetin, wobei die Nebenwirkungen in ersteren geringer ausfielen bzw. ausblieben [9].

Konzentrationssteigerung und Gedächtnisleistung:

In diabetischen Ratten wurde der Effekt eines Zitronenmelissenektrakts auf das Gedächtnis untersucht. Der Extrakt schien die Lernfähigkeit und Gedächtnisleistung zu steigern. Dieser Effekt schien zumindest zu einem Teil auf eine Aktivierung des Enzyms Stickstoffmonoxid (NO)-Synthase zurückzuführen zu sein. NO-Synthasen sind Enzyme, die den Botenstoff Stickstoffmonoxid (NO) produzieren. NO entfaltet entspannende, gefäßerweiternde, blutverdünnende Wirkungen [10].

In einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Studie wurde in Patienten mit einer moderaten Alzheimer-Erkrankung der Effekt eines Zitronenmelissenextrakts auf das Gedächtnis untersucht. Hierfür erhielten 42 Patienten 4 Monate lang entweder den Extrakt oder ein Placebo. Verglichen zur Placebogruppe entfaltete der Extrakt signifikante Verbesserung in der kognitiven Fähigkeit. Die Zitronenmelisse könnte einen wertvollen Beitrag zum Management einer leichten bis moderaten Alzheimererkrankung leisten [11].

In einer weiteren 24-wöchigen placebokontrollierten Studie an 23 Alzheimer-Patienten wurde die tägliche Gabe von 500 mg Zitronenmelissenextrakt versus Placebo untersucht. in der Melissagruppe verbesserten sich die neuropsychiatrischen Symptome, während sie sich in der Placebogruppe verschlechterten. Die Resultate lassen einen positiven Effekt der Pflanze auf die Verschlechterung der Alzheimer-assoziierten neurologischen Symptome wie Aggressivität, Depression und Unruhe vermuten [12].

Krämpfe und Menstruationsbeschwerden:

In einer Studie wurden die krampflösenden Effekte der Zitronenmelisse bei Menstruationsbeschwerden untersucht. Hierfür erhielten 110 Studenten entweder 3-mal täglich 330 mg eines Zitronenmelissenblattextrakts oder ein Placebo. In der ersteren Gruppe wurden die Menstruationsbeschwerden signifikant gesenkt, was die entspannende Wirkung der Zitronenmelisse auf glatte Gefäßmuskelzellen zu bestätigen scheint. Dieser Effekt scheint ebenfalls zumindest zu einem Teil auf eine Gefäßerweiterung durch Aktivierung der Stickstoffmonoxid-Synthasen zurückzuführen zu sein [13]. Das Enzym Stickstoffmonoxid-Synthase produziert Stickstoffmonoxid (NO), das entspannende, gefäßerweiternde, blutverdünnende Wirkungen entfaltet.

In einer doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Studie an 90 Studenten wurden die Effekte der Zitronenmelisse auf Blutungsdauer und anderen Symptomen, die mit Regelschmerzen einhergehen, untersucht. Resultate ergaben verglichen zur Placebogruppe eine signifikante Senkung der Schwere aller Menstruationsbeschwerden, darunter auch neurologische Symptome wie Ermüdung, Energieverlust und psychische Trägheit. Blutungsdauer sowie Schwere der Blutung wurden hierbei nicht beeinflusst. Die Zitronenmelisse scheint einen sicheren Nutzen im Management von Regelschmerzen zu haben [14].

Herpes simplex labialis (Lippenherpes):

In vitro hindert ein Zitronenmelissenextrakt 96 % der Herpesviren am Eindringen in die Zellen. Dies galt auch für solche Viren, die Resistent gegen bestimmte, antivirale Medikamente (Aciclovir) waren. Dieser virustatische Effekt wird der Rosmarinsäure-Komponente zugeschrieben [15]. Zitronenmelissenextrakte in fertigen Cremes und Salben eignen sich zur Prävention und Therapie von Lippenherpes.


Studien und Quellen:

[1] Müller, S. & Klement, S. (2006). A combination of valerian and lemon balm is effective in the treatment of restlessness and dyssomnia in children. Phytomedicine, 13(6), 383–387. https://doi.org/10.1016/j.phymed.2006.01.013

[2] Cases, J., Ibarra, A., Feuillère, N., Roller, M. & Sukkar, S. G. (2010). Pilot trial of Melissa officinalis L. leaf extract in the treatment of volunteers suffering from mild-to-moderate anxiety disorders and sleep disturbances. Mediterranean Journal of Nutrition and Metabolism, 4(3), 211–218. https://doi.org/10.1007/s12349-010-0045-4

[3] Awad, R., Muhammad, A., Durst, T., Trudeau, V. L. & Arnason, J. T. (2009). Bioassay-guided fractionation of lemon balm (Melissa officinalisL.) using an in vitro measure of GABA transaminase activity. Phytotherapy Research, 23(8), 1075–1081. https://doi.org/10.1002/ptr.2712

[4] Ibarra, A., Feuillere, N., Roller, M., Lesburgere, E. & Beracochea, D. (2010). Effects of chronic administration of Melissa officinalis L. extract on anxiety-like reactivity and on circadian and exploratory activities in mice. Phytomedicine, 17(6), 397–403. https://doi.org/10.1016/j.phymed.2010.01.012

[5] Alijaniha, F., Naseri, M., Afsharypuor, S., Fallahi, F., Noorbala, A., Mosaddegh, M., Faghihzadeh, S. & Sadrai, S. (2015). Heart palpitation relief with Melissa officinalis leaf extract: Double blind, randomized, placebo controlled trial of efficacy and safety. Journal of Ethnopharmacology, 164, 378–384. https://doi.org/10.1016/j.jep.2015.02.007

[6] Mehrnoosh Sedighi, Mahdieh Faghihi, Mahmoud Rafieian-Kopaei, Bahram Rasoulian, Afshin Nazari (2019); Cardioprotective Effect of Ethanolic Leaf Extract of Melissa Officinalis L Against Regional Ischemia-Induced Arrhythmia and Heart Injury after Five Days of Reperfusion in Rats, 18(3): 1530–1542. doi: 10.22037/ijpr.2019.1100761

[7] Joukar, S., Zarisfi, Z., Sepehri, G. & Bashiri, A. (2014). Efficacy of Melissa officinalis in Suppressing Ventricular Arrhythmias following Ischemia-Reperfusion of the Heart: A Comparison with Amiodarone. Medical Principles and Practice, 23(4), 340–345. https://doi.org/10.1159/000363452

[8] Haybar, H., Javid, A. Z., Haghighizadeh, M. H., Valizadeh, E., Mohaghegh, S. M. & Mohammadzadeh, A. (2018). The effects of Melissa officinalis supplementation on depression, anxiety, stress, and sleep disorder in patients with chronic stable angina. Clinical Nutrition ESPEN, 26, 47–52. https://doi.org/10.1016/j.clnesp.2018.04.015

[9] Araj-Khodaei, M., Noorbala, A. A., Yarani, R., Emadi, F., Emaratkar, E., Faghihzadeh, S., Parsian, Z., Alijaniha, F., Kamalinejad, M. & Naseri, M. (2020). A double-blind, randomized pilot study for comparison of Melissa officinalis L. and Lavandula angustifolia Mill. with Fluoxetine for the treatment of depression. BMC Complementary Medicine and Therapies, 20(1). https://doi.org/10.1186/s12906-020-03003-5

[10] Naseri, M., Arabi Mianroodi, R., Pakzad, Z., Falahati, P., Borbor, M., Azizi, H. & Nasri, S. (2021). The effect of Melissa officinalis L. extract on learning and memory: Involvement of hippocampal expression of nitric oxide synthase and brain-derived neurotrophic factor in diabetic rats. Journal of Ethnopharmacology, 276, 114210. https://doi.org/10.1016/j.jep.2021.114210

[11] Akhondzadeh, S. (2003). Melissa officinalis extract in the treatment of patients with mild to moderate Alzheimer’s disease: a double blind, randomised, placebo controlled trial. Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry, 74(7), 863–866. https://doi.org/10.1136/jnnp.74.7.863

[12] Noguchi-Shinohara, M., Ono, K., Hamaguchi, T., Nagai, T., Kobayashi, S., Komatsu, J., Samuraki-Yokohama, M., Iwasa, K., Yokoyama, K., Nakamura, H. & Yamada, M. (2020). Safety and efficacy of Melissa officinalis extract containing rosmarinic acid in the prevention of Alzheimer’s disease progression. Scientific Reports, 10(1). https://doi.org/10.1038/s41598-020-73729-2

[13] Parvaneh Mirabi, Mahshid Namdari, Seideh Hanieh Alamolhoda, Faraz Mojab (2017). The Effect of Melissa Officinalis Extract on the Severity of Primary Dysmenorrhea, Iranian Journal of Pharmaceutical Research, PMC5963658, PMID: 29844788

[14] Parvaneh Mirabi, S. Hanieh Alamolhoda, Mansooreh Yazdkhasti, Faraz Mojab (2018). The Effects of Lemon balm on Menstrual Bleeding and the Systemic Manifestation of Dysmenorrhea, Iranian Journal of Pharmaceutical Research, PMC6447884, PMID: 31011354

[15] Astani, A., Heidary Navid, M. & Schnitzler, P. (2014). Attachment and Penetration of Acyclovir-resistant Herpes Simplex Virus are Inhibited byMelissa officinalisExtract. Phytotherapy Research, 28(10), 1547–1552. https://doi.org/10.1002/ptr.5166

 

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