Jede Zelle produziert beim Arbeiten freie Radikale – das ist normal. Kritisch wird es, wenn die Gegenspieler fehlen. Hier stehen die Nährstoffe und Pflanzenstoffe, die diesen Ausgleich schaffen.
Freie Radikale sind Moleküle, denen ein Elektron fehlt. Sie entstehen bei jeder Energiegewinnung in den Mitochondrien, also ununterbrochen, und sie sind nichts Krankhaftes – der Körper nutzt sie sogar als Signal und als Waffe gegen Eindringlinge. Das Problem ist die Bilanz: Kommen durch Rauch, UV-Strahlung, Umweltbelastung, Dauerstress oder harte körperliche Belastung mehr Radikale dazu, als die körpereigenen Systeme abfangen, spricht man von oxidativem Stress.
Antioxidantien geben ein Elektron ab und entschärfen das Radikal, ohne selbst zu einem zu werden. Entscheidend ist, dass es nicht eines gibt, sondern viele: Vitamin C arbeitet im Wasser, Vitamin E und Astaxanthin in den Fetten der Zellmembran, Selen und Zink als Bestandteil körpereigener Enzyme. Sie ersetzen einander nicht, sie ergänzen sich – und regenerieren sich teilweise gegenseitig.
Für diese Nährstoffe ist der Beitrag zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress offiziell bestätigt:
Vitamin C schützt die Zellen vor oxidativem Stress, trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei und hilft, Müdigkeit zu verringern. Es arbeitet im wässrigen Teil der Zelle und regeneriert verbrauchtes Vitamin E wieder zurück.
Die Acerola-Kapseln liefern 210 mg natürliches Vitamin C aus 840 mg Fruchtextrakt – die Alltagsversorgung aus der Frucht. Poly C + Zink ist die hochdosierte Variante mit 720 mg Vitamin C als gepuffertes PureWay-C®, kombiniert mit 300 mg Quercetin, 50 mg OPC und 15 mg Zink, das die Zellen ebenfalls vor oxidativem Stress schützt.
Selen wirkt nicht selbst als Radikalfänger, sondern sitzt im Zentrum der Glutathionperoxidasen – körpereigener Enzyme, die Peroxide unschädlich machen. Es trägt zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress, zur normalen Schilddrüsenfunktion und zur Erhaltung normaler Haare und Nägel bei. Die Böden in Mitteleuropa sind selenarm, entsprechend niedrig fällt der Gehalt in Getreide und Gemüse aus.
Der Selen-Komplex liefert 200 µg aus zwei Formen: 145 µg als Natriumselenit für die direkte Verfügbarkeit und 55 µg als Selenomethionin, das der Körper in seinen Eiweißspeicher einbauen kann.
Für die folgenden Stoffe gibt es keine zugelassene Wirkaussage – die EU-Bewertung pflanzlicher Aussagen ist bis heute nicht abgeschlossen. Was wir nennen dürfen, sind Herkunft und Gehalt:
OPC – Traubenkernextrakt liefert 760 mg Extrakt mit 400 mg oligomeren Proanthocyanidinen. OPC gehört zu den Polyphenolen und steckt in Traubenkernen, Kiefernrinde und Apfelschalen – in den Teilen also, die beim Essen übrig bleiben. Es ist wasserlöslich und damit das Gegenstück zum fettlöslichen Astaxanthin.
Astaxanthin ist der rote Farbstoff der Mikroalge Haematococcus pluvialis, die ihn unter Stress bildet – dieselbe Substanz, die Lachs und Garnelen ihre Farbe gibt. Anders als die meisten Carotinoide reicht sein Molekül durch die gesamte Zellmembran hindurch. Unsere Kapseln liefern 8 mg in MCT-Öl, dazu 3,6 mg Vitamin E, das die Zellen vor oxidativem Stress schützt.
Curcuma-C3 Plus liefert 220 mg Curcuminoide als Curcumin-C3-Complex®, 200 mg Boswelliasäuren aus Weihrauch und 2 mg Piperin aus schwarzem Pfeffer für die Aufnahme, dazu 500 mg L-Glutamin. Curcuma gehört zu den am längsten und breitesten untersuchten Gewürzpflanzen überhaupt.
Coenzym Q10 sitzt in den Membranen aller Zellen und in den Lipoproteinen des Blutes. Es liegt in zwei Formen vor, die der Körper ineinander umwandelt: Ubichinon und Ubichinol. Unsere Kapseln liefern 200 mg – 170 mg als Ubichinon und 30 mg als Kaneka Ubichinol™. Ab etwa 40 sinkt die körpereigene Bildung spürbar.
Nein, weil sie an verschiedenen Orten arbeiten. Vitamin C wirkt im wässrigen Zellinneren, Vitamin E und Astaxanthin in den Fetten der Membran, Selen und Zink als Teil körpereigener Enzyme, OPC und Curcuminoide wieder anders. Ein Radikal in der Zellmembran erreicht Vitamin C schlicht nicht. Deshalb ist die Breite wichtiger als die Höhe der Einzeldosis.
Eine bunte Ernährung ist die Grundlage, und keine Kapsel ersetzt sie. Zwei Punkte sprechen trotzdem für gezielte Ergänzung: Die Gehalte in Lebensmitteln schwanken stark mit Sorte, Reifegrad, Lagerung und Zubereitung. Und bei Selen kommt dazu, dass die Böden in Mitteleuropa selenarm sind – daran ändert auch viel Gemüse wenig.
Hier lohnt der Blick auf zwei Überschneidungen: OPC steckt nicht nur in den OPC-Kapseln, sondern auch in Poly C + Zink und in Bella Vita. Vitamin C kommt aus Acerola und aus Poly C. Von beidem genügt eine Quelle. Astaxanthin, Q10, Curcuma und Selen überschneiden sich mit nichts.
Mit Vitamin C, weil es täglich gebraucht wird und der Körper es nicht speichert – Acerola für den Alltag, Poly C im Winter. Astaxanthin und OPC sind die sinnvolle Erweiterung, weil sie den fett- und den wasserlöslichen Teil abdecken. Q10 wird ab etwa 40 interessant, Selen dann, wenn es gezielt um Schilddrüse, Haare und Nägel geht.