Aminosäuren sind die Bausteine jedes Eiweißes im Körper. Acht davon kann er nicht selbst herstellen – hier stehen die Produkte, die sie gezielt liefern.
Eiweiß im Essen ist nichts anderes als eine lange Kette aus Aminosäuren. Der Körper zerlegt sie im Darm wieder in die einzelnen Bausteine und setzt daraus zusammen, was er gerade braucht: Muskelfasern, Enzyme, Hormone, Antikörper, Haut und Haar. Zwanzig Aminosäuren sind dafür im Einsatz.
Acht davon kann der Körper nicht selbst herstellen – die essenziellen, kurz EAA. Sie müssen über das Essen kommen, jeden Tag, denn einen Aminosäurespeicher wie beim Fett gibt es nicht. Fehlt eine einzige, stockt der Aufbau, auch wenn die anderen sieben reichlich da sind. Drei der acht – Leucin, Valin und Isoleucin – haben eine verzweigte Struktur und heißen deshalb BCAA; sie werden nicht erst über die Leber geschleust, sondern direkt in der Muskulatur verwertet.
Amino-Komplex liefert 5.000 mg essenzielle Aminosäuren je fünf Kapseln, darunter 2.552 mg BCAA. Das Profil ist nach dem Bedarf gewichtet: 982 mg Leucin, 828 mg Valin, 741 mg Isoleucin, dazu Lysin, Phenylalanin, Threonin, Methionin und Tryptophan. Leucin steht dabei nicht zufällig vorne – es ist die Aminosäure, die dem Muskel das Signal zum Aufbau gibt. In den Kapseln steckt nichts außer den Aminosäuren und der Kapselhülle.
Kollagen ist das häufigste Eiweiß im Körper und der Baustoff von Haut, Sehnen, Bändern, Knorpel und Knochen. Es besteht vor allem aus Glycin, Prolin und Hydroxyprolin – ein Profil, das sich deutlich von dem eines Muskeleiweißes unterscheidet. Kollagen Pulver besteht zu 100 Prozent aus Kollagenhydrolysat und vereint zwei Markenrohstoffe, Verisol® B und Solugel®. Eine Portion von 10 g liefert 10 g Eiweiß, löst sich klar in Wasser oder Kaffee und schmeckt nach nichts – ohne Zucker, Aromen oder Zusatzstoffe.
L-Tryptophan liefert 1.000 mg je Tagesdosis, rein pflanzlich durch Fermentation gewonnen. Tryptophan ist die Aminosäure, aus der der Körper über mehrere Schritte Serotonin und daraus Melatonin bildet – den Stoff, der den Tag-Nacht-Rhythmus steuert. Sie ist zugleich die seltenste der acht essenziellen Aminosäuren im Essen.
Die beiden zielen auf verschiedene Gewebe. Der Amino-Komplex liefert die acht Bausteine, die der Körper für Muskeln, Enzyme und Hormone braucht – das Thema ist Aufbau und Erhalt der Muskulatur. Kollagen liefert das Profil der Strukturgewebe: Haut, Gelenkknorpel, Sehnen, Bänder. Wer trainiert, nimmt den Amino-Komplex; wer an Haut und Bindegewebe denkt, das Kollagen. Beides zusammen ist möglich, sie überschneiden sich kaum.
Weil die drei allein nicht weit kommen. Der Körper baut Eiweiß nur auf, wenn alle acht essenziellen Aminosäuren gleichzeitig verfügbar sind – fehlen die übrigen fünf, bleibt der Reiz aus den BCAA wirkungslos. Deshalb setzen wir auf das vollständige EAA-Profil statt auf ein BCAA-Produkt.
Eine Überschneidung gibt es: Tryptophan steckt mit 184 mg auch im Amino-Komplex. Das ist zu wenig, um die Einzelkapsel zu ersetzen, aber gut zu wissen, wenn beides nebeneinander steht. Kollagen und Amino-Komplex überschneiden sich nicht, weil ihre Aminosäureprofile unterschiedlich sind.
Das hängt davon ab, worum es geht. Der Amino-Komplex ist die Wahl bei regelmäßigem Training, bei vegetarischer oder veganer Ernährung und immer dann, wenn der Eiweißanteil im Essen knapp bleibt. Besonders deutlich wird das mit den Jahren: Ab etwa der sechsten Lebensdekade verliert der Körper laufend Muskelmasse, während gleichzeitig weniger und oft eiweißärmer gegessen wird – ein steigender Bedarf trifft auf eine sinkende Zufuhr. Dasselbe gilt in Phasen mit wenig Appetit, nach längerer Bettruhe und in einer Diät, in der die Kalorien niedrig sind und die Muskulatur trotzdem erhalten bleiben soll.
Kollagen Pulver passt, wenn Haut, Gelenke und Bindegewebe das Thema sind – ebenfalls ein Bereich, in dem die körpereigene Produktion mit den Jahren nachlässt. L-Tryptophan ist die gezielte Ergänzung für den Abend.
Eine Grundversorgung wie bei Vitaminen braucht es hier nicht: Eiweiß liefert im Normalfall der Teller. Interessant wird es überall dort, wo der Teller das nicht mehr schafft.